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Business and Woman 1/2011
Beauty Mythen - Visagistin Fiona Lang deckt auf
Business and Woman 4/2010
Erste-Hilfe Notfall Beauty-Tipps
Business and Woman 1/2010
Ein ausdrucksstarkes Gesicht Teil 2: Fiona Lang gibt Profi-Schminktipps
Business and Woman 5/2009
Märchenhafter Teint Teil 1: Fiona Lang gibt Profi-Schminktipps
Business and Woman 3/2009
Permanent Make-up ungeschminkt betrachtet!
Teil 2: Ein Wegweiser durch den "Permanent-Dschungel"
Business and Woman 2/2009
Permanent Make-up ungeschminkt betrachtet!
Teil 1: Ein Wegweiser durch den "Permanent-Dschungel"
Business and Woman 1/2009
Küssen erlaubt?! Langanhaltende Lippenstifte - Ammenmärchen oder Realität?
Business and Woman Herbst 2008
Concealer - Wundermittel und ein Muss für jede Handtasche
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BILD Zeitung August 2008

WIE EIN PSYCHOLOGE VORGEHEN
Visagismus ist der offizielle Name und hat mehr mit Psychologie zu
tun als mit bunten Farbtöpfchen. Ein Interview mit Visagistin Fiona Lang.
Erfolgreiche Schulung in Visagismus an der Hamburger Schule für Gesichtsgestaltung steht auf Fiona Langs Diplom, das sie als Visagistin ausweist. Auf den ersten Blick wirken diese steife Begrifflichkeiten unpassend für den Traumberuf vieler Mädchen im Teenageralter. Mit einem Schulpraktikum beim WDR in der Maske begann meine Liebe zum Schminken, so Fiona Lang über ihren ganz persönlichen Teenagertraum, den sie sich im Gegensatz zu vielen auch erfüllte. Sie arbeitet als Visagistin für Fotoshootings, Werbespots, Sedcard-Produktionen, für das Fernsehen und für die Kosmetikindustrie. Für womensnet.de gibt sie Tipps und verrät Tricks, wie man Schritt für Schritt einem perfekten Augen-Make-up näher kommt. Wir haben die Gelegenheit genutzt, sie zu ihrem Traumberuf zu interviewen.
womensnet: Es gibt so viele Unklarheiten zum
Beruf. Nutzen wir die Gelegenheit zur Begriffsklärung. Ist Maskenbildner,
Make-up-Artist, Stylist und Visagist ein und das Selbe?
Fiona
Lang: Bei
der
Vielzahl der internationalen Bezeichnungen ist es manchmal schwer, die
Unterschiede festzustellen. Zum Beispiel unterscheidet sich mein Beruf
als
Visagistin per Definition von einem Visagisten in den USA. Während dort
ein
Visagist während eines Fotoshootings nur für das Gesichts-Make-up
zuständig ist,
gehören in Deutschland auch die Haare dazu. Im Gegensatz zum Visagist,
der
keine geschützte Berufsbezeichnung ist, ist der Beruf des Maskenbildners
staatlich geschützt und durch eine 3-jährige Ausbildung genauestens
definiert.
Der Visagist kann sich aber durch Weiterbildungen zum Maskenbilder
fortbilden. Nur darf er sich dann offiziell nicht Maskenbildner nennen.
Im Gegensatz zum Visagisten gehören zu den Aufgaben eines Maskenbildners
auch
das Knüpfen von Perücken und Special Effects wie Wunden und Masken dazu.
Dieser
Beruf ist also viel weiter gefasst. Ein Make-up-Artist ist lediglich die
englische Variante des Visagisten und der Special Make-up Artist ist der
Maskenbildner. Der Stylist oder die Stylistin hingegen ist für Mode bzw.
die
passenden Kostüme beim Shooting oder Film zuständig.
womensnet: Worin liegt für Sie persönlich der
Reiz, andere Menschen zu schminken?
Fiona Lang: Ein Visagist hat, egal ob er ein professionelles Fotoshooting begleitet oder ein Hochzeits-Make-up auflegt, die Aufgabe das Schöne zu betonen und weniger attraktive Merkmale wie große Nasen, Tränensäcke oder Fältchen in den Hintergrund treten zu lassen. Ich finde es toll, das Schöne an den Menschen zu erkunden und mit Schminke heraus zu modellieren. Es gefällt mir Menschen zu verändern und ihnen einen Aha-Effekt zu entlocken. Ich will dabei niemanden so verändern, dass er sich nicht mehr wieder erkennt. Doch ein Vorher-Nachher-Blick in den Spiegel ist für manche eine regelrechte Offenbarung. Die Basis ist dabei immer ein typgerechtes Make-up. Die Ausnahme bilden professionelle Modeshootings, bei denen es vor allem um die unterstützende Wirkung des Make-ups passend zu Modetrend geht. Extreme Looks erfordern ein extremes Make-up, das nicht unbedingt zum Typ passen muss.
womensnet: Was sollte man für diesen Job mitbringen?
Fiona Lang: Eigentlich ist es mehr als ein Job. Es muss ein Stück weit Passion sein, andere Menschen zu verändern und zu verschönern. Voraussetzung ist aber auch eine gute Menschenkenntnis. Das eigene Gefühl für Formen, Farben und Typen sollte einen selten trügen. Wenn du jemanden ins Gesicht schaust, solltest du bereits Augenform, -farbe und Gesichtskontur analysieren können. Um den individuellen Typ herauszufinden, ist es wichtig zu kommunizieren. Nur wer mit einer Person spricht, kann deren Wünsche, Eigenarten und Bedürfnisse herausfinden und dazu gehört immer auch ein typgerechtes Make-up. Manchmal sind psychologische Grundkenntnisse von Vorteil. Niemand lässt sich freiwillig zum Paradiesvogel schminken, wenn er oder sie eher ein zurückhaltender Mensch ist. Neben dem Erkennen von Augenformen und -farben ist natürlich die gekonnte Umsetzung der Theorie mindestens genauso wichtig. Es hilft nichts, wenn ich weiß, mein Gegenüber hat Schlupflider, es aber mit Make-up nicht verändern kann.
womensnet: Welche Ausbildung ist Voraussetzung, um sich Visagistin nennen zu dürfen?
Fiona Lang: Wie bereits angedeutet, ist der Beruf der Visagistin nicht geschützt, so dass jeder sich Visagist nennen darf. Doch gerade in diesem kreativen Beruf zählen nicht Diplome, Auszeichnungen oder Zeugnisse, es sind vor allem die Erfahrung und die Referenzen, die gute Visagisten ausmachen.
womensnet: Wo wird die Arbeit einer
Visagistin benötigt?
Fiona Lang: Überall wo professionell Fotos gemacht werden. Das gilt natürlich auch für bewegte Bilder wie Werbefilme und TV-Serien. Visagisten arbeiten für Laufstegauftritte, Fotoshootings und natürlich für viele TV-Formate. Nur Spielfilme sind meist den Maskenbildnern vorbehalten.
womensnet: Kann man mit diesem Beruf Geld verdienen?
Fiona Lang: Sicher ist es auch ein gut bezahlter Job, vorausgesetzt, man hat sich bereits einen Namen gemacht und verfügt über viel Erfahrung und gute Auftraggeber. Es gibt fest angestellte Visagisten zumeist bei den Fernsehsendern der größte Teil ist allerdings freiberuflich für Produktionsfirmen oder Fotografen tätig. Man kann auf freier Basis zwischen 250 und 700 Euro pro Tag verdienen.
Fiona Lang: Wenn es um eine Schminkberatung oder ein Hochzeits-Make-up für Privatpersonen geht, ist dieses Vertrauen sehr wichtig. Bei professionellen Modeshooting kann kaum eine persönliche Beziehung zu den Models aufgebaut werden. Nicht nur weil die Atmosphäre oft angespannt und hektisch ist, sondern weil ein Mode-Make-up nichts Persönliches hat. Es ist selten typgerecht. Hier zählt die Regieanweisung des Fotografen oder des Kunden, der das Fotoshooting in Auftrag gegeben hat.
womensnet: Was ist als Visagistin wichtiger: Die neuesten Make-up-Trends zu kennen oder ein typgerechtes Make-up schminken zu können?
Fiona Lang: Auch hier kommt es darauf an. Doch generell würde ich sagen, ist es wichtiger ein typgerechtes Make-up schminken zu können, als ständig auf dem neuesten Stand der Farb- und Schminktrends zu sein. Sowohl bei der Schminkberatung als auch in vielen Werbeshootings kommt es auf ein typgerechtes Make-up an. Die Person muss sich von ihrer besten Seite zeigen und meine Aufgabe ist es diese Schokoladenseite zu betonen.
TOLLE TIPPS FÜR SCHÖNE AUGEN - Augenfarbe und -form geben den Ton an!
VORBEREITUNG
Weitere Tipps damit das eigene Augen-Make-up garantiert gelingt
Tipp 1
Vor
dem Auftrag der Wimperntusche die Wimpern mit der Wimpernzange oder
einem kleinen elektrischen Wimpernstab in Schwung bringen.
Tipp 2
Zur
Vorbereitung des Augen-Make-ups gehört auch immer das Zupfen wild
wachsender Augenbrauenhärchen. Doch ein paar Dinge gilt es zu beachten.
Niemals oberhalb der Brauen zupfen. Immer am unteren Rand und zu einem
geschwungenen Bogen zupfen. Als Begrenzung zwischen den Brauen gilt
eine gedachte, senkrechte Linie mit dem inneren Augenwinkel. Nach außen
hin sollte eine gedachte 45-Grad-Linie vom äußeren Augenwinkel nach
oben die Braue begrenzen. Brauen mit dem feiner Bürste in Form bringen.
Tipp 3
Tipp 4
Problem: Hängende Mundwinkel
Hängende
Mundwinkel lassen Personen schnell unfreundlich und älter wirken. Mit
einem kleinen Trick, kann man aber ganz leicht einen positivere
Ausstrahlung zaubern. Dazu grundiert man zunächst die Lippen wie oben
beschrieben.
Dann zieht man mit einem Concealer einen sogenannten „Milchrand“ um den Mund. Dazu setzt man den Stift über dem Lippenrand an und zieht die Kontur der Lippen oberhalb nach. So kann man Unebenheiten ausgleichen, die Lippen volumiger wirken lassen und auch hängende Mundwinkel heben. Dazu einfach die Mundwinkel mit dem Concealer abdecken.
Jetzt wird mit einem Konturstift die Lippenkontur oberhalb der Lippe – da wo der Milchrand ist – nachgezogen. Im Mundwinkel setzt man den Strich mit leichtem Schwung nach oben, so dass der Mund angehoben erscheint.
Problem: Schiefer Mund
Problem: großer Mund
Zu große Lippen lassen sich mit einem einfachen Trick optisch verkleinern. Nach der Grundierung zieht man mit einem Concealer einen Milchrand auf der Lippenkontur. Dann zieht man mit einem Konturstift die Lippenkontur unterhalb dieses Milchrandes nach.
Zum Schluss malt man die Lippen bis zu dieser neuen, künstlichen Konturlinie aus.
SCHMINKTIPPS FÜR EINEN SCHÖNEN MUND
Die richtige Grundierung
Welche
Frau kennt das nicht? Noch eben, vor dem heimischen Badezimmerspiegel,
war der Lippenstift perfekt aufgetragen. Jetzt in der Bar, einen
Cocktail und eine "Hast-Du-schon-gehört- dass-Geschichte" später zeigt
ein Blick in den Spiegel auf der Toilette nur den traurigen Rest
unseres eben noch so mondänen Make-ups. Schminkprofis wissen es längst:
Hier fehlt eine sorgfältige Grundierung, die dem Lippenstift erst
seinen Halt gibt.
Unabhängig von der Lippenform sollten die Lippen vor dem Auftragen des Lippenstifts mit Make-up grundiert werden. Am besten funktioniert das mit einem kleinen Schwämmchen. Für eine gleichmäßige Farbverteilung des Lippenstifts empfiehlt es sich außerdem, etwas Lippenpflege aufzutragen. Das hilft auch gegen das Austrocknen der Lippen, das je nach Feuchtigkeitsgehalt des Lippenstifts oft zu einem unangenehm trockenen Lippengefühl führt. Wer zu rauen Lippen neigt, der sollte zusätzlich einmal in der Woche ein leichtes Peeling mit der Zahnbürste machen. So werden störende Hautschüppchen entfernt und ganz nebenbei die Durchblutung der Lippen angeregt.




















